Öffentlicher Abendvortrag

Am 12.10.2017 wird um 19:00 im Leibnizhaus in der Altstadt von Hannover ein öffentlicher Abendvortrag mit dem Titel „James Bond – total verstrahlt?! Strahlenschutz im Kinofilm“ von Dr. Matthias Bastian, LPS Berlin, gehalten.

Zum Inhalt:

In zahlreichen Spielfilmen spielen ionisierende Strahlung und Radioaktivität eine Rolle: Sei es Goldfingers Idee, im legendären James-Bond-Streifen gleichen Namens von 1964 die Goldvorräte in Fort Knox radioaktiv zu „verseuchen“, sei es der Flux-Kompensator an Bord des DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“, der von einer zigarrengroßen Plutoniumquelle betrieben wurde oder sei es Bruce Willis‘ Versuch, in „Stirb Langsam 5“ die in der Ruine des Tschernobyl-Reaktors vorhandenen radioaktiven Kontaminationen durch das Benetzen mit einem geeigneten Gegenmittel zu neutralisieren. Legendär dürften mittlerweile die zahlreichen Horrorfilme sein, in denen durch ionisierende Strahlung entweder Superhelden (z.B. der Hulk) oder riesenhafte Tiere geschaffen werden (z.B. „Formicula“ 1954). In manchen Filmen wird versucht, auch die strahlenschutzrelevanten Aspekte realistisch darzustellen, derweil diese in anderen Streifen der Story (oder, falls eine solche fehlt, der Action) untergeordnet werden – ein erfolgversprechendes, gleichwohl nicht unproblematisches Vorgehen: Im ungünstigsten Fall werden falsche Vorstellungen über Radioaktivität und Strahlung beim Publikum verbreitet und Ängste geschürt, die aber von diesem – infolge des fehlenden oder unzureichenden naturwissenschaftlichen Unterrichts – in aller Regel nicht hinterfragt und korrigiert werden können.

Im Vortrag werden einzelne Beispiele herausgegriffen und, teils mit Hilfe praktischer Experimente, daraufhin untersucht, wie manche Ideen der Drehbuchautoren sich durch die Brille des Strahlenschützers darstellen.