Jahrestagung 2017 - Grußwort

Durch die Umsetzung der novellierten EURATOM-Grundnormen befinden sich europaweit die nationalen Regelwerke im Strahlenschutz in einem Umbruch. Während in der Schweiz bereits Entwürfe für eine überarbeitete Gesetzgebung vorliegen, wird in Deutschland das Strahlenschutzrecht grundlegend neu konzipiert. Dieser Prozess, der mit der Entstehung eines neuen Strahlenschutzgesetzes und damit mit erheblichen strukturellen Veränderungen einhergeht, muss (im Falle Deutschlands) bis zum Februar 2018 abgeschlossen werden. Der FS hat sich daher entschieden, die Jahrestagung 2017 diesem Prozess zu widmen und die neue Strahlenschutzgesetzgebung ausführlich zu diskutieren.

Die Jahrestagung 2017 wird vom 09. - 12. Oktober 2017 im Designhotel Wienecke XI. in Hannover stattfinden. Zentral und gut erreichbar gelegen erhoffen sich die Veranstalter eine rege Teilnahme, um die konkrete und praxisnahe Umsetzung der Regelungen im neuen StrlSchG vielschichtig diskutieren zu können. Gleichzeitig werden weitere untergesetzliche Regelungen auf Verordnungs- oder Richtlinienebene noch nicht verabschiedet oder beschlossen worden sein, so dass deren Ausgestaltung ebenfalls praxisnah reflektiert werden kann. Mit dem BMBF-Verbundprojekt ENTRIA wird ein gemeinsamer Themenschwerpunkt der Entsorgung von radioaktiven Reststoffen gewidmet, da sich hier die gesamte Bandbreite der für den Strahlenschutz relevanten Fragestellungen widerspiegelt.

In diesem Sinne lade ich Sie ganz recht herzlich im Namen des Fachverbandes für Strahlenschutz zur 49. Jahrestagung des FS in Hannover ein und freue mich auf Ihren Besuch!


Jan-Willem Vahlbruch
Tagungspräsident